Was ist Atarassie?

Atarassie ist abgeleitet vom altgriechischen Wort Ataraxie. Ataraxie bedeutet Seelenruhe oder Unerschütterlichkeit. Für die Philosophen des antiken Griechenlandes war Ataraxie eine Form von Ruhe und mentaler Gelassenheit, die zu einem zufriedenen Leben führte. Der Schlüssel zur Ataraxie lag in der Erkenntniss, dass es Umstände gibt, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen können. Indem sich eine Person auf das konzentriert, was sie verändern kann und akzeptiert, was nicht zu verändern ist, entsteht ein Zustand von innerer Ruhe und Gelassenheit: Seelenruhe. Auf dem Weg dahin unterstützt Neuro-Atarassie.

Für einen Menschen zu sorgen oder mit einem Menschen zusammenzuleben, der mit einer erworbenen Hirnschädigung lebt, kann das alltägliche Leben schwer machen. Der Alltag kann sich chaotisch, anstrengend und unvorhersehbar anfühlen. Als Angehöriger kann man sich in dieser Situation allein, überfordert oder isoliert fühlen. Sorgen um die Zukunft, Angst vor der nächsten Eskalation oder das Gefühl, ständig nur zu reagieren statt zu handeln, können Kraft kosten. Oft wird die gesamte Energie aufgewendet, um irgendwie durch den Tag zu kommen. Darunter leidet die Versorgung des Betroffenen und auch die eigene Bedürfnisse werden aus den Augen verloren.

Durch meine langjährige Erfahrung als klinische Neuropsychologin stehe ich Ihnen als fachkundige und verständnisvolle Gesprächspartnerin zur Seite. Sie sind ein einzigartiger Mensch mit einer eigenen Lebensgeschichte. Zusammen betrachten wir Ihre aktuelle Situation, um zu erkennen, welche Umstände Sie beeinflussen können und welche nicht. Gemeinsam entwickeln wir Ansätze, wie Sie sich selbst etwas Gutes tun können um Ihre Kräfte sinnvoll und langfristig einsetzen können.

Durch Gespräche, praktische Übungen und neue Einsichten schaffen wir die Grundlage für Ihren individuellen Entwicklungsweg. Sie bestimmen das Ziel – ich begleite Sie mit Erfahrung und Wertschätzung auf dem Weg dorthin.

Was bedeutet „erworbene Hirnschädigung“?

Eine erworbene Hirnschädigung entsteht zu irgendeinem Zeitpunkt nach der Geburt. Der Betroffene und seine Umgebung kennen also ein Leben ohne Einschränkungen. Die Hirnschädigung teilt das Leben in ein „Vorher“ und ein „Nachher“. Dieser Bruch im Leben macht den Umgang mit den Folgen einer erworbenen Hirnschädigungen schwer. Sowohl für die betroffene Person, als auch für (pflegende) Angehörigen und das soziale Umfeld.

Wie entsteht eine erworbene Hirnschädigung:

Eine erworbene Hirnschädigung kann auf vielfältige Weise entstehen. Häufig ist sie die Folge einer Gehirnerschütterung, einer Hirnblutung oder eines Schlaganfalls. Auch Infektionen des Gehirns oder der Hirnhäute kommen als Ursache infrage. In anderen Fällen führt ein Sauerstoffmangel – etwa nach einem Beinahe-Ertrinken oder einem Herzstillstand – zu einer Schädigung des Gehirns. Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson oder Demenz führen zu einem Abbau von Gewebe im Gehirn. Auch Vergiftungen sowie der Konsum von Alkohol, Drogen oder Lösungsmitteln können bleibende Schäden verursachen.
Jedes Jahr erleiden mehrere Tausend Menschen in Deutschland eine erworbene Hirnschädigung. Mehr als eine Million Menschen in Deutschland leben dauerhaft mit den Folgen einer erworbenen Hirnschädigung. Fachkundige Unterstützung für Angehörige ist von zentraler Bedeutung.

Auswirkungen einer erworbenen Hirnschädigung:

Die Auswirkungen einer erworbenen Hirnschädigung unterscheiden sich von Person zu Person. Sie hängen von verschiedenen Faktoren ab: Was ist die Ursache der Hirnschädigung? Wie schwerwiegend war die Schädigung? Wo im Gehirn ist die Schädigung? Die meisten Betroffenen leiden nach der Hirnschädigung unter mindestens einer der folgenden Einschränkung, oft sind es auch mehrere:

  • körperliche Einschränkungen wie Lähmungen, verlangsamte oder unkoordinierte Bewegungen oder Einschränkungen des Sehens
  • kognitive Einschränkungen wie Konzentrationsprobleme, Einschränkungen des Gedächtnisses oder Schwierigkeiten beim Planen und Organisieren von Aufgaben
  • emotionale oder Verhaltensveränderungen wie Stimmungsschwankungen, ReizĂĽberflutung, Depressivität, enthemmtes Reden oder Essen
  • soziale Folgen wie Einsamkeit durch unangemessenes Verhalten in sozialen Situationen oder Vernachlässigung der persönlichen Hygiene


Diese Einschränkungen sind lediglich Beispiele. Es gibt viele andere Beeinträchtigungen, die auf den Betroffenen und sein Umfeld Einfluss haben können.

Oftmals sind die Folgen einer Hirnschädigung von außen nicht sichtbar. Das erschwert den Umgang mit diesen Folgen, da andere Menschen die unsichtbaren Einschränkungen nicht wahrnehmen (können). Doch unsichtbare Folgen können genauso schwerwiegend sein wie sichtbare. Deshalb braucht es auch für unsichtbare Folgen angemessene Hilfe und Unterstützung – sowohl für die betroffene Person, als auch für die Menschen im Umfeld. Dafür gibt es Neuro-Atarassie. Hier finden Sie als Angehörige und Angehöriger fachkundige, alltagspraktische Unterstützung bei allen Fragen rundum erworbene Hirnschädigung.

Dr. Anna-Katharina Burrack

Neuro-Atarassie
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